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Sommerferien - Luxemburg, an der Loire, La Rochelle und mehr

Diese Sommerferien wollten wir mehr touren als im letzten Sommer und dennoch wieder einige Tage in Contis-Plage, dem strandnahem Ortsteil von Saint-Julien-en-Born, verbringen. Nach dem Studium diverser Wohnmobilreiseberichte und entsprechenden Recherchen im Internet zu den dort beschriebenen Zielen hatte ich eine Route mit diversen Orten, u.a.entlang der Loire zusammengestellt. Städtebesichtigungen (Luxemburg, Troyes, Blois, La Rochelle), ausgedehnte Fahrradtouren, kulinarische Entdeckungen und viel Entspannung würden uns die nächsten Sommerwochen verschönern.

Luxemburg

Gleich nach Schulschluss ging es los. Unser erstes Ziel war der Campingplatz „Bon Accueil" in Alzingen (Luxemburg). In den letzten Jahren haben wir Luxemburg oft nur mit dem Womo durchquert; in diesem Jahr wollten wir uns diese Stadt näher unter die Lupe nehmen. Wir fuhren mal wieder vorbei an Maastricht und weiter durch Belgien. Das ist ca. 70 Km weiter, aber erspart den Kölner Ring und das Stück Landstraße vor Trier (Google Maps). Schon am frühen Nachmittag erreichten wir Alzingen und richteten uns nach freundlicher Begrüßung der Campingplatzbetreiberin mit diversen Hinweisen zur näheren Umgebung auf dem schönen Campingplatz „Bon Accueil" ein. Den Rest des Tages entspannten wir bei herrlichem Wetter vor dem Wohnmobil und beobachteten einige Fahrrad- und Motorradurlauber bei einem gut geplanten und schnell ausgeführten Zeltaufbau. Der nächste Tag begann früh; mit dem Fahrrad wollten wir die ca. 10 Kilometer bis zur Luxemburgs Altstadt meistern. Es wurde eine ausgesprochene schöne Radtour, fast ausschließlich entlang des kleinen Flüsschens Alzette. Am Ziel, dem Ortsteil Grund, brachte uns ein Fahrstuhl hoch in die Altstadt. Wie aus den nebenstehenden Fotos und Filmen ersichtlich war das ein lohnenswerter Besuch mit einem Aufenthalt auf dem "schönsten Balkon Europas" (Chemin de la Corniche). Nach einer längeren Pause in einer kleinen Kneipe unterhalb der Altstadt rollten wir mit unseren Rädern zurück zum Campingplatz und verbrachten dort einen weiteren gemütlichen Abend.

 

Troyes

Sonntag verließen wir Alzingen und machten uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel. Den Campingplatz "Camping Troyes" in Pont Sainte Marie, einem kleinen Ort nahe bei Troyes (Google Maps), wollten wir als Ausgangspunkt für eine Besichtigung der Stadt Troyes nutzen. Gemütlich und mautfrei fuhren wir ca. 300 Kilometer über die französischen Nationalstraßen zu diesem teuren aber gut gelegenen Campingplatz. Das nahegelegene Troyes besuchten wir dann am Montag. Es entsprach absolut den Beschreibungen, die ich bei meinen Recherchen im Internet gefunden hatte: Alt, schön, teilweise hervorragend restauriert und sehr lebendig.

Muides-sur-Loire und Blois

Weiter fuhren wir dann erst am Dienstag. An der Loire wollten wir uns einige Tage entspannen und mit den Fahrrädern die Gegend erkunden. Daher steuerten wir wieder mautfrei den Campingplatz "Camping Municipal Bellevue" im ca. 250 Kilometer entfernten Muides-sur-Loire (Google Maps) an - ein schöner und günstiger Campingplatz direkt an der Loire. Gleich nach der Ankunft richteten wir uns auf einem Platz mit Blick auf die Loire ein und Ulla konnte der Versuchung ins Wasser zu springen nicht widerstehen. Früh am nächsten Morgen ging es dann sportlich weiter. 20 Kilometer, (fast) immer entlang der Loire, radelten wir nach Blois. Wir fuhren einen teilweise holprigen aber schönen Radweg mit einem herrlichen Blick auf einige alte Loire-Schlösser. Wie aus den Bildern ersichtlich erwies sich unser Ziel Blois als absolut sehenswert. Nach einem längeren Stadtbummel und einer ausgeprägten Pause in einem der vielen Cafés ging es zurück zum Campingplatz, wo wir in einem kleinen Restaurant direkt nebenan den Abend verbringen wollten. Dieses war jedoch geschlossen und der kleine Ort hatte leider nicht wesentlich mehr zu bieten. So wurde am Womo gegrillt und Ulla sprang nochmal zur Abkühlung zusammen mit unserer Nachbarin in die Loire.

La Rochelle

Donnerstag verließen wir den Campingplatz recht früh. Für die etwa 330 Kilometer französische Nationalstraßen zu unserem nächsten Ziel  La Rochelle  waren einige Stunden eingeplant (Google Maps). Den Wohnmobilstellplatz "Aire de Camping-car de Port Neuf" erreichten wir am späten Nachmittag. Am Folgetag erkundeten wir die nur wenige Fahrradminuten vom Stellplatz entfernte Altstadt mit ihren quirligen Gassen. Wir bummelten an dem großen Yachthafen vorbei zu einem nah gelegenen, bunten und verrückten Stadtviertel. Die vielen Graffitis und das lebhafte Treiben dort hinterließen bei uns einen nachhaltig faszinierenden Eindruck.

Contis-Plage

Samstags fuhren wir dann in Richtung  Contis-Plage, den Strandort von Saint-Julien-en-Born (Google Maps). Hier wollten wir die kommenden Wochen entspannen und Sonne, Strand und Meer genießen. Vorgesehen war eine mautfreie Strecke unter Benutzung der Fährverbindung Royan - La Verdon-sur-Mer. Diesen Plan änderte ich kurzfristig aufgrund des starken Verkehrsaufkommens und weil die Mautkosten (29€) etwa den Fährkosten entsprachen. Leider war auch die Rochade um Bordeaux mal wieder total überfüllt; dennoch erreichten wir unser Ziel, das etwa 320 Kilometer entfernte Contis-Plage, am frühen Nachmittag. Der Stellplatz "Air du Camping-car du Phare" war wie immer um diese Jahreszeit sehr voll. Es gab glücklicher Weise einen freien Platz am Waldrand für uns. Die nächsten Tage bzw. Wochen verbrachten wir wie geplant: Radtouren u. a. nach Mimizan-Plage, Saint-Julien-en-Born und zum Cap de I'Homy, surfen (Ulla), lesen, Freunde treffen und einige Aufenthalte in unserer geliebten Strandbar (siehe rechts). Die Beobachtung wunderschöner Sonnenuntergänge zu erleben, oftmals bei ansprechender Livemusik, ist für uns eng mit diesem Ort verbunden. In diesem Jahr gab´s noch eine nette Einladung von Didier und Lucie zu einigen Mojitos in einer eigens dafür aufgebauten Cocktailbar im angrenzenden Pinienwald. Das fürchterliche Unwetter in der Folgenacht mit Starkregen und Windböen, das zu größeren Schäden an einigen Wohnmobilen führte, haben wir glatt verschlafen. Wie hieß das Schlafmittel noch mal? Nur unsere Campingstühle sowie der Campingtisch waren "weggeschwommen" und mussten am nächsten Morgen gesucht, gereinigt und wieder aufgebaut werden.

Es geht zurück ...

Nach fast genau fünf Wochen Erholung verließen wir freitags vor Ferienende diesen schönen Ort. Das Etappenziel, den etwa 640 Kilometer entfernten "Stellplatz am Yachthafen" in Châtillon-sur-Loire, wollten wir so gut wie möglich mautfrei erreichen. Die nur 5,50 € für das Teilstück vor Bordeaux (Google Maps) zu investieren, machte auf jeden Fall Sinn. Nach einem Tankstopp und Einkauf im SuperU bei Chabanais erreichten wir gegen 16:00 Uhr unser Ziel und erkundeten schon bald nach der Einrichtung auf dem schönen Platz den kleinen Ort mit unseren Fahrrädern. Die vorletzte Etappe führte uns dann am Samstag von 9:00 Uhr bis etwa 17:30 Uhr wieder mautfrei über Reims in das ca. 590 Kilometer entfernte Maastricht (Google Maps). Ein kräftiger Hagelschauer auf der Autobahn kurz vor der Niederländischen Grenze zwang uns fast zu einer Unterbrechung der Fahrt. Wir erreichten ohne Schaden unser Ziel, den Stellplatz "Camperplaats Maastricht". Aufgrund der späten Ankunft und des schlechten Wetters verbrachten wir auch diesen Abend im Wohnmobil. Die letzten etwa 180 Kilometer von Maastricht nach Haltern am See (Google Maps) fuhren wir am Sonntag dann staufrei und problemlos und erreichten unser "Home" schon gegen Mittag.