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Sommerferien - Frankreich, Spanien und der Norden Portugals

Liam und Niklas wollten uns in den ersten drei Wochen begleiten. Die dritte Woche wollte Sarah, die Freundin von Niklas, ebenfalls mit uns verbringen. Daher habe ich im Vorfeld entsprechende Flüge von / nach Bilbao gebucht und zudem per E-Mail versucht, für die dritte Ferienwoche auf dem uns aus dem letzten Jahr bekannten "Campingplatz Arrien" in Gorliz einen Stellplatz für das Wohnmobil sowie für ein zusätzliches Zelt zu reservieren. In einwandfreiem Deutsch wurde eine Stellplatzreservierung generell abgelehnt, ein freier Platz bei einer Anreise am Vormittag aber in Aussicht gestellt. Für die letzten drei Ferienwochen hatten Ulla und ich kein definitives Ziel; der Norden Potugals, die spanische Atlantikküste oder sogar eine Fahrt durch die Pyrenäen zum Mittelmeer wurden diskutiert. Auf dem neuen "Alu Star Rolli" der Firma SMV sollte uns unsere neue CBF600n der Firma Honda begleiten. Da wir ja alle, wie aus den letzten Reiseberichten unschwer zu erkennen, den Pinienwald und den Strand bei Lacanau-Ocean lieben gelernt haben, sollte dieses auch unser erstes Ziel werden. Am Freitag gegen 13.30 Uhr hatten alle Mitreisenden entweder ein Zeugnis erhalten bzw. die Zeugnisse an die Schüler verteilt.

Lacanau-Ocean

Bei durchwachsenem Wetter ging es los, vorbei an Oberhausen, Moers, Neuss, Aachen, Lüttich und für 19,60 € weiter über die mautpflichtige französische Autobahn Richtung Paris. Dieser Betrag ist gut investiert, die Erfahrung des letzten Jahres hat gezeigt, dass die mautfreien Straßen auf diesem Teilstück zu viel Zeit kosten. Gegen Abend fuhren wir ohne Stau mitten durch Paris (Google Maps). Dann habe ich die neue Route bzw. Routenführung in das Navi eingegeben: Ohne mautpflichtige Autobahnen Richtung Bordeaux. Dieses Teilstück ist gut zu fahren, führt durch Orléans, Châteauroux, Limoges sowie Angoulême, und spart mehr als 50€ Maut. Auf einem Parkplatz an der A20, ca. 60 Kilometer hinter Châteauroux haben wir einige Stunden geschlafen. Schon um 8 Uhr am nächsten Morgen ging es weiter. Gegen Mittag hatten wir den SuperU in Lacanau erreicht (Google Maps). Dort haben wir den Einkauf für die nächsten Tage erledigt und das Motorrad vom Anhänger geholt. Nach der Entsorgung auf dem Stellplatz in Le Moutchic (gibt es nicht mehr) haben wir unseren Hänger auf einem Parkplatz in einem Wohngebiet in Lacanau-Ocean abgestellt und ausreichend gegen Diebstahl gesichert. Am frühen Nachmittag, bei leichtem Nieselregen und ca. 23 Grad, fuhren wir dann in den Pinienwald am Plage sud. Zu diesem Zeitpunkt ging es noch recht ruhig im Pinienwald zu. Nachdem wir uns eingerichtet hatten kam die Sonne raus und Ulla genoss ihre erste Tour mit dem Motorrad. Niklas zog es zur Skatebahn im Ort und so fuhr er mit einem der Klappräder los. Den späten Nachmittag verbrachte Ulla mit Liam am Strand, am Abend mussten wir leider im Supercup-Spiel des BVB gegen den Gelsenkirchener Stadtteilverein mit ansehen wie der BVB viele Tormöglichkeiten vergab und im Elfmeterschießen mit 4:3 verlor.

Hourtin

Der Montag begann mit Dauerregen und so beschlossen wir den Umzug zum Yachthafen von Hourtin. Bei den Wetterbedingungen erschien uns etwas Abwechslung als sinnvoll und die Skatebahn am Yachthafen sollte beiden Jungs die Möglichkeit bieten sich auszutoben (Google Maps). Beim Einchecken am Automat des Stellplatz "Aire de Camping-car de Hourtin Port" gab es aufgrund der deutschen Übersetzung am dortigen Anschlag etwas zu lachen. Dort stand: Im Verbrechen ist Elektrizität nicht eingeschlossen... . Der Platz kostete 8 €/Tag, ein Verbrechen wollte ich nicht begehen und so bezahlte ich 2 €/Tag für den Strom im Clubhaus an der Minigolfanlage. Es regnete immer mal wieder und so verbrachten wir den Großteil des Tages im Womo und gingen, da die Wettervorhersage nicht wirklich Besserung versprach, um ca. 0:30 Uhr frustig ins Bett. Der Dienstag begann wie vorhergesagt recht grau aber es regnete nicht mehr. Wiedererwarten wurde das Wetter im Laufe des Tages immer besser und so konnten die beiden Jungs sich auf dem Skateplatz austoben. Ulla erkundete derweil mit dem Motorrad die nähere Umgebung und berichtete bei ihrer Rückkehr von strahlendem Sonneschein und vielen Menschen am Strand vom nur ca. 20 Kilometer entfernten Montalivet-les-Bains. Dennoch verbrachten wir den Abend noch in Hourtin.

Montalivet-les-Bains

Am nächsten Tag gegen Mittag zogen wir dann aber um nach Montalivet-les-Bains. Dort fanden einen freien Platz auf dem recht vollen, offiziellen Stellplatz "CHM-Montalivet" direkt hinter den Dünen (Google Maps). Dieser ist laut Aushang kostenpflichtig, kassiert hat aber niemand. Ent- und Versorgung ist vor dem nahegelegen Zeltplatz oder vor dem Aldiparkplatz möglich. Man steht dort recht eng, größtenteil auf Kies und ohne Schatten. Bei strahlendem Sonnenschein und etwa 27 Grad gingen wir alle zum Strand und genossen den Atlantik. Nachdem ich mit dem Motorrad im nahen Aldi noch etwas eingekauft hatte verbrachten wir den ersten Teil des Abends beim Grillen vor dem Womo. Später zogen wir uns ins Womo zurück und genossen die 2:0 Niederlage der Bayern im Finale des Audi-Cups gegen den FC Barcelona. Das Wetter meinte es weiterhin gut mit uns und so blieben wir noch zwei weitere Tage in Montalivet-les-Bains. Jeder genoss den Urlaub auf seine Art. Niklas ging mit einem Bekannten surfen, Ulla verbrachte einige Stunden am Strand bzw. bummelte mit Niklas und / oder Liam über den allmorgentlichen Markt im Ort. Ich besuchte mit Liam auf dem Motorrad die Orte Soulac-sur-Mer und Le Verdon-sur-Mer.

Wieder Lacanau-Ocean

Aber schon bald zog es uns zurück in den Pinienwald bei Lacanau-Ocean (Google Maps). Daher habe ich am Samstag das Wohnmobil und Ulla die Honda dorthin zurückgefahren. Hier verbrachten wir die nächsten Tage wie gehabt; Niklas fuhr einige Male in den Ort zum Skaten oder genoss das dortige Nachtleben mit einigen netten Niederländern, welche ebenfalls im Pinienwald am Plage sud (auf einem LKW) übernachteten. Ulla und Liam verbrachten diverse Stunden am Strand und versuchten u.a. mit Wally's Hilfe (Wally's "Ecole de Surf") ihre Technik im Wellenreiten zu verbessern.

Mimizan-Plage

Am Montag den 1. August brachen wir bei herrlichem Wetter auf Richtung Süden. Ulla hat noch am SuperU in Lacanau die Honda vollgetankt und fuhr dann hinter dem Wohnmobil her. Unser nächstes Ziel: Der offizielle Stellplatz am Hubschrauberlandeplatz in Mimizan-Plage (gibt es leider nicht mehr) (Google Maps). Aufgrund der uns aus dem letzten Jahr bekannten Enge auf diesem Platz parkten wir vorab den Hänger im naheliegenden Wohngebiet. Wie erwartet gab es kaum freie Stellplätze, wir fanden aber ein Plätzchen und richteten uns ein. Da die Sonne vom blauen Himmel strahlte und das Thermometer auf fast 40 Grad im Schatten klettern ließ, ersparten wir uns den Gang zum Strand und tranken lieber ein, zwei … kühle Kronenbourg im Schatten vor dem Wohnmobil. Aufgrund des prallen Lebens bietet der Stellplatz verstärkt Kontaktmöglichkeiten für groß und klein. So fanden alle schnell neue Bekannte und verbrachten entspannt den Tag. In der Nacht zum Dienstag gewitterte es mächtig und der Regen prasselte unaufhörlich auf unseren Ixeo. Tagsüber blieb es aber trocken und bei etwa 30 Grad wechselten sich Sonne und Wolken ab. So konnte jeder auf seine Art entspannen während ich mit dem Motorrad im riesigen E.Leclerc Supermarkt in Mimizan die Einkäufe für den Tag erledigte. Nach dem Grillen bummelten Ulla und ich noch durch den Ort. Es zogen graue Wolken auf, daher gingen wir zurück zu unserem IXEO und packten unsere Sachen zusammen. Am nächsten Morgen sollte es ja weiter nach Gorliz gehen. In der Nacht auf den Mittwoch regnete es, im Tagesverlauf wechselten sich dann Sonne und Wolken ab. Gegen 11 Uhr kuppelten wir den Hänger an und luden das Motorrad auf. Gleich darauf ging es über die mautpflichtigen Autobahnen Richtung Bilbao. Bis dort zahlten wir etwa 20 € Maut, ärgerlicher sind auf dieser Etappe, vornehmlich in Frankreich, die vielen Mautstationen an denen man jeweils nur einige Euro bezahlen muss aber beträchtlich an Zeit verliert. Am Nachmittag hatten wir dann Gorliz erreicht (Google Maps).

Gorliz

Im Eroski am Ortseingang haben wir zuerst noch einiges eingekauft und dann das Motorrad vom Hänger geholt. Trotz Anreise am Nachmittag bekamen wir vom Pächter des "Campingplatzes Arrien" in Gorliz noch einen schönen Platz zugeteilt. Bei herrlichem Sonnenschein haben wir uns eingerichtet. Später holten wir den Grill raus und genossen den Abend bei einigen Dosen San Miguell und schöner Musik vor dem Wohnmobil.

In den nächsten Tagen war Campingleben pur angesagt. Abhängig vom Wetter, welches am Samstag recht stürmisch und in den nachfolgenden Tagen bis Dienstag durchwachsen, kühl und teilweise regnerisch war, genoss jeder das Urlaubsleben auf seine Art. Zuerst hat Niklas viel Zeit auf dem naheliegen "Pool" mit skaten verbracht. Am Freitag haben wir dann Sarah vom Flughafen abgeholt und in den darauffolgenden Tagen verbrachten Niklas und Sarah viel Zeit miteinander. Liam war des öfteren mit neuen, spanischen Freundinnen unterwegs. Nachdem Ulla mit mir, nach langem Suchen, die Hondaniederlassung in Bilbao gefunden hatte und die erste Inspektion (1000 Kilometer) gemacht war, konnten wir auch die schönen und kurvenreichen Küstenstraßen in dieser Region mit dem Motorrad erkunden. Desweiteren wurde viel "relaxed" und alle zusammen haben wir uns die Spiele des BVB gegen den HSV (3:1) und das der Nationalmannschafft gegen Brasilien (3:2) angesehen. Strandaufenthalte waren eher selten aber einen schönen Strandsparziergang entlang der Strandpromenade in Richtung Plenzia haben wir gemacht. Mit unseren netten spanischen Nachbarn haben wir trotz Problemen in Sachen Kommunikation des öfteren zusammen gesessen und deren selbst gemachten Zitronenkuchen gegessen sowie den selbst gebrannten Zidre und Rotwein getrunken. Ulla verbrachte, nachdem unser Nachbar Andreas seine Slackline vor unserem Womo angebracht hatte einen Großteil ihrer Zeit damit, einmal komplett über dieses Ding zu balancieren. Am Donnerstag habe ich dann die Ab- bzw. Weiterreise vorbereitet. Am nächsten Tag sollten die Kids zurück nach Deutschland fliegen und wir wollten die Reise zu zweit fortsetzen. Freitag Morgen haben wir noch die Honda auf den Hänger gepackt und, nachdem wir für die 8 Tage mit 5 Personen, das Wohnmobil, ein Zelt etc. etwa 500 € bezahlt hatten, Gorliz verlassen. Auf einem Parkplatz an der "Playa Barrika", kurz hinter Plenzia haben wir gefrühstückt und noch einige Stunden verbracht. Am späten Nachmittag haben wir die Kids zum Flugplatz gebracht und, nachdem das Einchecken um 19 Uhr abgeschlossen war, ging es los in den Norden Portugals. Über die größtenteils mautfreien Autobahnen fuhren wir vorbei an Burgos und León León in Richtung Benavente. Auf einem Parkplatz an der A66 haben wir einige Stunden geschlafen. Schon früh am Samstagmorgen fuhren wir weiter in Richtung Portugal.

Campingplatz Vila Chã

Als Ziel hatte ich den Campingplatz Vila Chã, einige Kilometer nördlich von Porto, in das Navi eingegeben. Kurz vor dem Ziel wollte uns das Navi dann in einen engen Waldweg navigieren. Dieses erschien mir, als noch ungeübten "Rückwertsfahrer mit Hänger", als problematisch. Da es dort vor einem größeren Wohnhaus einen Parkstreifen gab, holten wir die Honda vom Hänger, koppelten diesen ab und fuhren nur mit dem Wohnmobil die restliche Strecke zur Rua do Sol (Google Maps). Das Einchecken auf dem Campingplatz Vila Chã verlief problemlos, wir bekamen einen schönen Platz zugewiesen. Am Nachmittag haben wir uns das Spiel des BVB gegen die Mannschaft aus dem bis vor wenigen Jahren unbekannten Stadtteil der ebenso unbekannten Stadt Sinsheim angeschaut. Leider hat der BVB gegen die TSG Hoffenheim 1:0 verloren und somit sorgte bei unserem anschließendem kleinen Sparziergang durch den Ort nicht nur das immer schlechter werdende Wetter für Missstimmung. Auch der Sonntag begann regnerisch. Nach dem Frühstück machte ich mich auf den Weg das Motorrad zu holen. Da das Wetter im Laufe des Vormittags immer besser wurde, genossen wir dieses auf dem Campingplatz, grillten Kartoffeln und Fisch und schauen die Sonntagsspiele der Fußball-Bundesliga. Gegen Abend zog wieder der gleiche Dunst wie gestern auf und es begann leicht zu nieseln.

Porto

Der Montag begann wie der Tag zuvor, dunstig und mit leichtem Nieselregen. Von unseren niederländischen Nachbarn, welche seit 20 Jahren ihren Urlaub auf diesem Campingplatz verbringen, erfahren wir das dieses Wetter typisch für diese Gegend sei. Abends und morgens recht grau und diesig, tagsüber freundlich und schön. So machten wir uns nach dem Frühstück mit dem Motorrad auf den Weg nach Porto. Dort bummeln wir bei schönstem Wetter durch die Altstadt.

Zurück nach Spanien

Nachdem wir aus Porto heraus und zum Campingplatz zurückgefunden hatten, entspannten wir bei einem kleinen Strandsparziergang und beobachteten die untergehende Sonne. Am Dienstag ging es dann weiter. Wir wollten die Küste entlang in Richtung Norden fahren und hatten als Ziel den Ort Caminha, ca. 80 Kilometer vor der spanischen Grenze, in das Navi eingegeben. Als Routenführung hatte ich nicht die schnellste Route gewählt sondern eine an schönen Aussichtspunkten vorbei. Nachdem wir für unseren Aufenthalt auf dem Campingplatz 45€ bezahlt und den Hänger von seinem "Stellplatz" geholt hatten, ging es los. Leider nur im Schritttempo durch große, total überfüllte und relativ verdreckte Städte. Meine negative Meinung über den Norden Portugals wurde mit jedem Meter verstärkt und so hielt ich an einer geeigneten Stelle an. Auch Ulla machte die Fahrt mit dem Motorrad unter diesen Bedingungen wenig Freude und so packten wir die Honda auf den Hänger, änderten das Ziel im Navigationssystem auf den Ort Carretera, etwas östlich der Stadt Foz an der spanischen Atlantikküste. Schon nach wenigen Kilometern in Richtung Inland wurden die Straßen leerer, wir kamen gut voran. Es gab sogar eine GPL-Tankstelle an welcher ein deutsch sprechender Mitarbeiter unseren Gastank auffüllte. Dann ging es durch die Berge, vorbei an wunderschönen Stauseen und Flüssen welche sich malerrisch durch die Täler wanden. Leider wurden die Straßen und Kurven immer enger, die Steigungen immer steiler. Sporadisch ging es nur noch im ersten Gang durch enge Kurven in welchen frei herumlaufende Pferde grasten. So machte ich mir Gedanken warum uns das Navi über diese Route führte. Erst als wir angehalten wurden, 1,50€ entrichten mussten und uns mitgeteilt wurde das wir die nächsten 6 Kilometer nicht anhalten durften da wir ein geschütztes Gebiet des Nationalparks Peneda-Gerês durchfahren würden, bemerkte ich meinen Fehler: Ich hatte die Streckenführung im Navigationssystem nicht von "vorbei an Aussichtspunkten" auf "schnelle Route" geändert. So wurden die nächsten 6 Kilometer zur Qual den bei einem entgegenkommenden Wohnmobil hätte die Straßenbreite kaum ausgereicht. Nachdem wir Spanien erreicht und dort die ersten zweihundert zugeparkten Meter geschafft hatten, wurden die Straßen wieder breiter und wir kamen problemlos voran. Gegen 21 Uhr parkten wir unser Wohnmobil für die Nacht bei  Lourenzá auf einem Parkplatz, etwas abgelegen von der A8. Früh am nächsten Morgen holten wir die Honda vom Hänger. Ich fuhr das Wohnmobil, Ulla das Motorrad weiter Richtung Atlantikküste. Der Campingplatz Gaivota an der Playa de Barreiros bei Carretera, wenige Kilometer östlich der Stadt Foz, war unser Ziel (Google Maps).

Nordspanien - Playa de Barreiros

Kurz vor dem vorgesehenen Ziel gab es einen Eroski. Dort erledigten wir noch schnell den Einkauf und erkundenten dann mit dem Motorrad die Stehmöglichkeiten an der Küste. Nur wenige Meter hinter dem Campingplatz standen zwei Wohnmobile etwas oberhalb des Strandes. Da dort auch für uns ausreichend Platz vorhanden war, entschlossen wir uns den Campingplatz nicht zu nutzen und gesellten uns dazu. Den Mittwoch verbrachten wir "chillend" rund um das Wohnmobil. Nach dem "Frühstück" um 12 Uhr kam die Sonne raus und wir genossen diese bei einem ausgedehnten Strandsparziergang. Abends gab es eine leckere Paella und, nachdem sich unsere bayrischen Nachbarn Silke und Rainer zu uns gesellt hatten, sahen wir das CL-Qualifikationsspiel der Bayern gegen den FC Zürich (leider gewannen die Bayern). Wie sich im Gespräch herausstellte fährt Rainer schon seit 20 Jahren diese Gegend ab, immer frei stehend. So gab es für uns einige hilfreiche Ratschläge und wir beschlossen noch einige Tage zu bleiben (ent- bzw. versorgen konnten wir in der Toilette am Strand) und die Küste in westlicher Richtung mit dem Motorrad zu erkunden. Den am Donnerstag gegen 9 Uhr klingelnden Brot- bzw. Brötchenverkäufer ignorierten wir, erst gegen 10 Uhr krabbelten wir aus den Federn. Bei 26 Grad, blauem Himmel über dem Meer aber vielen Wolken über den Bergen im Hinterland tranken wir vor dem Womo unseren Kaffee und genossen die Sonne sowie den herrlichen Ausblick. So fuhren wir erst gegen 14 Uhr mit dem Motorrad in Richtung Westen los. Immer an der Küste entlang ging es vorbei an Foz, durch Burela und Viveiro in Richtung Porto do Barqueiro. Die Küste und die kleinen Buchten mit herrlichen Stränden luden zum verweilen ein. Jetzt ärgerten wir uns darüber so spät losgefahren zu sein. So konnten wir auch die von Rainer empfohlenen Orte Ortigueira und Cedeira nicht mehr besuchen. Wir kamen spät zu unserem Ixeo zurück und genossen dort den Abend.

Parque Play Moniello

Am nächsten Morgen wollten wir weiter, die Küste entlang in Richtung Westen. Wie im Regelfall bei kurzen Etappen fuhr ich das Wohnmobil, Ulla die Honda. Zuerst bleiben wir in der Nähe der Küste mit ihren schönen Stränden und Aussichtspunkten wie z.B. Playa des las Catedrales. Nachdem ich aber vor einer etwas tiefen Unterführung umdrehen musste, ging es über die N634 und die nicht immer fertiggestellte A8 weiter in Richtung Gijón. Bei Avilés fuhren wir wieder näher an die Küste, bei Gozón parkten wir unseren Ixeo vor dem dortigen Eroski und suchten zusammen mit dem Motorrad einen Stellplatz am Meer. Etwas hinter dem Parkplatz am "Parque Play Moniello" fanden wir einen geeigneten Platz (Google Maps), holten das Wohnmobil und stellten es auf dem Schotterplatz so, dass wir einen perfekten Blick auf das Meer hatten. Leider konnten wir diesen herrlichen Platz erst genießen, nachdem ich mir Gummihandschuhe übergezogen und einen 60 Liter Müllsack mit Unrat von der Wiese vor uns gefüllt und entsorgt hatte.

Llanes

Am Samstag gegen 12 Uhr wollten wir weiter Richtung Osten, nächstes Ziel: Ribadesella. Der Ort ist schön, sehr voll und eng. Wir fanden keinen geeigneten Platz und fuhren weiter nach Llanes, eine kleinere Stadt, nochmals ca. 40 Kilometer entfernt (Google Maps). Leider gestaltete sich die Stellplatzsuche auch hier problematisch, die Park- bzw. Campingplätze waren alle überfüllt. Da das BL-Spiel des BVB anstand, fuhren wir zurück zu einem von uns auf der Anfahrt gesehenen großen Schotterplatz am Ortseingang, direkt vor dem "Centro de Empresas Municipal de Llanes" an der La Arquera und richteten uns dort ein. Trotz fast 30 Grad schauten wir zu wie der BVB gegen den 1. FC Nürnberg nicht wirklich gut spielte aber mit 2:0 gewann. Leider zog gegen Abend ein kräftiges Gewitter auf und so verbrachten wir den Abend im Wohnmobil. Der Sonntagmorgen begann dann mit nur 18 Grad kühl, es regnete zudem immer mal wieder. So verwarfen wir den Plan auf einen 50 Kilometer östlich gelegenen Campingplatz zu fahren, beschlossen das Motorrad auf den Hänger zu packen und die ca. 500 Kilometer zurück nach Lacanau-Ocean zu fahren. Leider mussten wir somit auf einen eigentlich noch geplanten Großeinkauf in einem günstigen spanischen Supermarkt verzichten, freuten uns aber auf den Pinienwald und das dort, laut Videotext hervorragende Wetter. Schon um 10 Uhr waren wir auf der Autobahn, tankten vor Bilbao noch einmal für 1,20€/Liter Diesel den Ixeo voll, wurden wieder um ca. 20€ Autobahngebühr ärmer, erreichten Lacanau aber schon kurz vor 16 Uhr (Google Maps). Somit hatte uns Lacanau-Ocean und "unser" Pinienwald wieder. Da der SuperU in Lacanau wärend der Hauptsaison auch Sonntags ab 16 Uhr nochmals öffnet, warteten wir bei fast unerträglichen 40 Grad die wenigen Minuten, um dort noch einiges für die nächsten Tage zu beschaffen. Im Anschluss fuhren wir dann, zwecks Ver- und Entsorgung am Stellplatz Le Moutchic (gibt es leider nicht mehr) vorbei, in den Pinienwald am Plage sud bei Lacanau-Ocean. Aufgrund des hervorragenden Wetters waren die mehreren tausend Parkplätze dort absolut überfüllt. Es war kaum möglich an den parkenden Autos vorbei in den Pinienwald zu kommen und schon gar nicht einen Platz für unserer Wohnmobil zu finden. So fuhren wir zurück in den Ort und parkten den Ixeo im uns bekannten Wohngebiet in welchem wir des öfteren übernachtet hatten. Dort warteten wir die Heimreise der Strandbesucher ab und schauten dabei die Sonntagsspielen der BL. Erst gegen 19.30 Uhr versuchten wir erneut einen Platz am Plage sud zu finden und waren, obwohl es noch immer sehr voll war, erfolgreich. Nachdem wir unsere Freunde aus Remscheid, welche dort schon seit einigen Tagen standen, begrüßt hatten, richten wir uns ein.

Lacanau-Ocean

Die nächsten Tage verbrachten wir dann, zuerst bei nicht mehr so schönem Wetter, im und um den Pinienwald. Hier trifft man Freunde wieder und lernt viele nette Menschen kennen. In diesem Jahr verbrachten wir zudem viel Zeit mit meiner Schwester und ihrem Mann welche überraschend dort auch einige Tage Urlaub verbrachten. Unterbrochen wurde die Zeit dort nur durch einige Ent- bzw. Versorgungsfahrten. Auch der Methanolvorrat unserer Brennstoffzelle ging Aufgrund des vielen "freien" Stehens in diesem Jahr seinem Ende entgegen. Daher machte ich mich mit dem Motorrad auf diese Suche nach einem entsprechenden Geschäft und fand, wie erwartet bei Bordeaux, dieses:

Evasion Caravanes
1 Avenue Marcel Dassault
33700 Marignac
N 44°50'48" W 0°40'38"

Dort gab es alles für den Wohnmobilisten und ich konnte, etwas überteuert, einen Kanister Methanol erwerben. Am Mittwoch Morgen wurden wir dann durch einen Mitarbeiter der Forstverwaltung geweckt. Vermutlich Aufgrund der sich dem Ende nähernden Saison wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass man Parken und Übernachten zwar dulden würde, "Campen" aber nicht. Da dieses ohnehin unser Abreisetag war, packte ich wie gewünscht die Stühle, den Tisch etc. in die Heckgarage und rollte die Markise ein. Gegen Mittag ging es dann los, auf dem Stellplatz "Air de Service du Huga" haben wir noch entsorgt und sind dann die gleiche Strecke wie auf der Hinfahrt zurück gefahren. Erst auf einem Autobahnparkplatz in Belgien haben wir einige Stunden geschlafen und dann am Donnerstag Morgen die restlichen Kilometer gefahren. Pünktlich mit unserer Ankunft um 12 Uhr schien die wochenlange Schlechtwetterperiode in Deutschland sein Ende zu haben und so konnten wir unser "Home" bei schönem Wetter genießen.