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Herbstferien - Freiburg, Genf und einige Tage an der Côte d’Azur

Die späten Herbstferien in NRW (22. Oktober bis 6. November) erforderten eine dynamische Routenplanung und folglich sollte es zuerst nach Freiburg im Breisgau gehen um diese schöne Stadt einige Tage zu genießen. Im Anschluss wollten wir dann wetterabhängig in südlichere Regionen vorstoßen.

Freiburg im Breisgau

Aufgrund eines nicht vermeidbaren Umweges konnten wir nicht die A45 für die Fahrt Richtung Frankfurt nutzen, sondern mussten über die A31, A2/A3 und A5 in Richtung Freiburg fahren. Wie erwartet waren diese Autobahnen zu Ferienbeginn recht voll und daher entschlossen wir uns schon vor Karlsruhe die Nacht in Stutensee / Spöck zu verbringen und meinen dort lebenden "Onkel", einen guten Freund meiner verstorbenen Mutter, zu besuchen. Ganz in der Nähe seines Hauses, auf dem Parkplatz vor der Richard-Hecht Schule, fanden wir einen geeigneten Platz. Ich versuchte erfolglos meinen "Onkel" zu erreichen und so schauten wir nur noch das BL-Spiel der Bremer in Augsburg (1:1). Am nächsten Morgen ging es nach einem Kurzbesuch bei meinem "Onkel" gleich weiter Richtung Freiburg. Schon um 14:30 Uhr richteten wir uns auf dem Stellplatz Eschholzpark, einem unserer Lieblingsstellplätze, nur wenige Gehminuten von der schönen Freiburger Innenstadt, ein (Promobil Stellplatzhinweise) (Google Maps). Mit den Fahrrädern erledigten wir noch den Einkauf für den Abend und genossen dann wie der BVB den "1. FC Podolski" mit 5:0 abfertigte. Die Abende waren jetzt schon relativ kalt, daher empfahl es sich im warmen Wohnmobil die Zeit zu verbringen und beispielsweise mit Liam Skat zu spielen - das war seine Premiere! Bei herrlichem Sonnenschein am Sonntag machten wir eine längeren Radtour entlang der Dreisam, die gekrönt wurde mit einem Apfelstrudel und warmer Vanillesoße sowie einem Milchkaffee im Cafe Extrablatt. Zuvor gab es einen kleinen Abstecher zum Freiburger Fußballstadion, da ein SC-Fan unserer Familie darauf drängte. Abends wurden dann noch Liams Skatkenntnisse weiter vertieft.

Genf

Für unser nächstes Ziel, den Genfer See, beschafften wir uns beim ADAC entsprechende Unterlagen sowie die Vignette für die Schweizer Autobahnen. Der Dienstag begann bewölkt und sporadisch mit leichtem Nieselregen. Für 18 € tauschte ich auf dem Stellplatz noch die pünktlich leer gewordene Alugas-Flasche, leerte die entsprechenden Tanks, füllte in Freiburg nochmals den Dieseltank unseres IXEOs und dann ab auf die Autobahn! Den von mir mit "MobilSchaf" gefundenen Stellplatz in Nyon erreichten wir gegen 15:00 Uhr. Leider entpuppte sich dieser als ungeeignet und ich suchte wiederum mit Hilfe von "MobilSchaf" einen anderen Stellplatz in der Nähe. Die 30 Kilometer entfernte "Aire de Picnic" bei Satigny (Google Maps), etwa 11 Kilometer außerhalb von Genf, erwies sich als hervorragender Stellplatz: Ruhig inmitten schöner Weinberge, mit typisch französischen Stehtoiletten. Dieser "Picknickplatz" wird sicherlich in den Sommermonaten stark frequentiert, er bietet vieles, u.a. eine grandiose Aussicht. Bei leichtem Regen schauten noch wie der BVB mit einem 2:0 gegen Dresden die nächste DFB-Pokalrunde erreichte. Das war für uns der krönende Abschluss des Tages. Wie auf wetter.com vorhergesagt schien am Mittwoch bei 11 Grad die Sonne. Früh wurden die Räder startklar gemacht und dann ging es (fast) ausschließlich "Schuss" - bergab nach Genf. Wie aus den nachfolgenden Fotos ersichtlich ist Genf eine beeindruckende Stadt, bevölkert von Menschen unterschiedlichster Nationen und Sehenswürdigkeiten der besonderen Art wie zum Beispiel dem Jet d'Eau, sowie dem Palais des Nations. Beschaulich bummeln kann man entlang der Seepromenade Quai du Mont-Blanc und durch den Park La Perle du Lac, welcher aus drei ehemaligen privaten Gartenanlagen entstanden ist. Leider ist Genf absolut überteuert, 12 Schweizer Franken für eine Dönertasche kann man sich sicherlich einmalig leisten, bei einem längeren Aufenthalt wäre ein Lottogewinn im Vorfeld sicherlich sinnvoll. Die Fahrt zurück zum Wohnmobil war aufgrund der Steigungen äußerst schweißtreibend, sporadisch war sogar Schieben angesagt. Das anschließende kühle Bier im Wohnmobil hatten wir uns daher hoch verdient.

Bormes-les-Mimosas

Die Wettervorhersage für das Mittelmeer war recht gut und ich brauchte nach dem Sightseeing der letzten Tage und insbesondere nach der gestrigen anstrengenden Radtour Erholung. Dies kann uns auf jeden Fall der von uns an der Côte d’Azur bevorzugte Campingplatz Camp du Domaine in Bormes-les-Mimosas (siehe Reiseberichte Herbstferien 2010 und Osterferien 2011) bieten und außerdem kann Liam sich hier mit anderen Kindern austoben. Also fuhren wir am Donnerstag unter Vermeidung der mautpflichtigen französischen Autobahnen weiter an Grenoble vorbei in Richtung Sisteron. Einen dortigen Supermarkt mit preisgünstiger Tankstelle nutzten wir noch für einen Einkauf und füllten den Tank unseres Ixeos für 1.32,8 €/L, bevor wir in Oraison einen Zwischenstopp einlegten. Dort richteten wir uns auf einem Schotterplatz am Ortsausgang gegenüber eines Dia-Supermarktes für die Nacht ein. Nach dem Abendessen erkundeten wir noch den fast ausgestorben Ort und da uns auf dem Rückweg zum Womo der Regen überraschte, setzten wir einen Endspurt an und beendeten den Tag mit einigen Runden Skat. Leider regnete es in der Nacht zum Freitag stark und auch am Morgen hing der Himmel voller Wolken. Um 11 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Bormes-les-Mimosas. Die 145 Kilometer waren schnell geschafft (Google Maps) und da das Camp du Domaine nur wenig belegt war, konnten wir uns einen Platz aussuchen. Wir entschieden uns trotz des anfänglich recht starken Windes wieder für einen Platz direkt am Meer. Liam verschwand gleich in Richtung Fußballplatz und wir genossen bei einem Glas Rotwein den Blick auf das Meer. Samstag und Sonntag meinte es das Wetter wie vorhergesagt gut mit uns; bei blauem Himmel, wenig Wind und etwa 20 Grad entspannten wir uns rund um unser Wohnmobil. Das Samstagspiel des BVB in Stuttgart haben wir natürlich nicht verpasst, jedoch ärgerte mich der unnötige Verlust zweier Punkte kolossal, zumal die Schalker mit einem Sieg gegen Hoffenheim am BVB vorbeizogen und das zusammengekaufte Starensemble aus dem bayrischen Hinterland wieder einmal haushoch gewann. Ab Montag wurde das Wetter etwas schlechter. Die 20 Grad wurden nicht mehr erreicht und mal mehr, mal weniger Wolken bedeckten den Himmel. Ich nutzte die Zeit und reparierte einige Kleinigkeiten am Wohnmobil, Liam tobte sich auf dem Fußballplatz aus und Ulla "verschlang" die Thriller "Tortur" von Jonathan Hayes sowie "Kind 44" von Tom Rob Smith. Am Dienstagabend verfolgten wir natürlich den ersten CL-Sieg des BVB in dieser Saison. Die nicht nur aus diesem Grund positive Stimmung wurde leider am Mittwoch durch einsetzenden leichen Regen getrübt und so machte ich das Wohnmobil reisefertig.

Die Rückfahrt

Am folgenden Tag wollten wir diesem schönen Ort den Rücken kehren und die Heimreise antreten. Bei Dauerregen ging es dann am Donnerstag gegen 10 Uhr los. Nach dem Auschecken und kleineren Einkäufen fuhren wir mautfrei die gleiche Strecke wie auf der Hinreise, vorbei an Sisteron und Grenoble bis Aix-les-Bains. Dort verbrachten wir den Abend und die Nacht auf einem Schotterplatz direkt am Lac du Bourget. Leider konnten wir wegen des Dauerregens nicht wie geplant den Ort erkunden oder an der Seepromenade spazieren gehen. Auch am Freitagmorgen regnete es in Strömen. Gegen 10 Uhr fuhren wir dann die letzten 80 Kilometer bis zur Schweizer Grenze wiederum ohne die mautpflichtigen französischen Autobahnen zu nutzen. Die Fahrt durch die Schweiz verlief problemlos und je weiter wir auf Freiburg im Breisgau zufuhren, desto besser wurde das Wetter. Schon früh erreichten wir den dortigen Stellplatz Eschholzpark und richteten uns ein (Promobil Stellplatzhinweise). Nachmittags bummelten wir durch die Freiburger Innenstadt, den Abend verbrachten wir im Wohnmobil. Bei schönem Herbstwetter verbrachten wir den Samstagmorgen mal wieder auf dem Freiburger Markt und genossen am Nachmittag den 5:1 Kantersieg des BVB gegen die Werkself aus dem Norden. Den frischen Herbstabend verbrachten wir dann im Wohnmobil und vertieften nochmals Liams Skatkenntnisse. Am Sonntag rollten wir dann schon früh über die Autobahnen A5, A45, A44 und A43 "Home".